Die Zauberflöte in der U-Bahn
… unter der Erde unweit des Regierungssitzes: Blank gefegt ist der Bahnsteig, nie benutzt sind die Bänke, und der Fahrkartenautomat steht einsam und off-line in Zellophanfolie eingewickelt. Das Licht, das durch die Kuppeln an der hohen Decke fällt, färbt alles geheimnisvoll. Die Säulen stehen stumm wie ein nächtlicher Hain. Aber 2008, im April, erwacht der U-Bahnhof „Bundestag“ zu den Klängen einer allzu bekannten Ouvertüre aus seinem Dornröschenschlaf und eine alte Geschichte wird neu erzählt: „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart. In Hagels „Zauberflöte“ wird der Kosmos U-Bahn und der Untergrund der Stadt zum Spielort von Mozarts berühmtester Oper. Das Reich des öffentlichen Nahverkehrs scheint mit einem mal mehr, als nur Alltagswelt zu sein. Christoph Hagel greift das vermeintlich Unbekannte hinter dem Netz aus Tunneln und Schienen als weit verzweigte Welt des Fantastischen auf und inszeniert hier sein „Königreich der Nacht“ und sein „Königreich des Lichts“. So begibt sich das Publikum gemeinsam mit dem Prinzen Tamino und Papageno auf die Suche nach Pamina und begegnet dabei wundersamen Figuren.
www.die-zauberfloete-in-der-u-bahn.de
Pressestimmen
Berliner Morgenpost
„Christoph Hagel ist mit seiner „Zauberflöte“ ein grandioses Opernprojekt gelungen.
… zauberhaft komisch, egomanisch, naiv und ehrlich … Darlene Ann Dobisch als Königin der Nacht ist ein souveränes Stimmereignis … Ein Abend voller Energie.“
Die Presse, Österreich
„Die Inszenierung von Christoph Hagel, der zugleich mit Verve die glänzend disponierten Berliner Symphoniker dirigiert, sprüht vor Einfällen, Gags und Kalauern. ... vom Publikum frenetisch bejubelter Triumph.“
Der Tagesspiegel
„… die Sänger sind präsent, haben Schwung … Darlene Ann Dobisch sprüht nur so vor Sangeslust als Königin der Nacht … jubelnder Szenenapplaus … Am Schluss begeisterter Beifall.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung
„Hagels Modernisierung … gewinnt der wohl meistgespielten Mozartoper mit seiner schalkhaften Umdeutung neue Aspekte ab. Ein besonderer Coup gelingt … mit der Besetzung des Papageno.“
Der Standard, Österreich,
„Jan Plewka wird mit den mit frechem Witz aktualisierten Texten zum Motor und Mittelpunkt des Abends. … Er ist … hinreißend.“
Financial Times Deutschland
„Publikumsliebling ist Jan Plewka, Ex-Frontmann der Band Selig, der mit seinem schiefen Krächzen einen witzigen Kontrapunkt zu den geschulten Stimmen der Opernsänger setzt.“
Berliner Zeitung
„Das bizarrste Opern-Projekt der Saison. Michael Müller als Tamino ist ein lyrischer Tenor von großer Begabung … ,Die Zauberflöte in der U-Bahn‘ … setzt ein vitales Fragezeichen hinter die Vereinnahmung durch eine fade Hochkultur und deren aseptische Interpretationsrituale und bringt es wieder unter die Menschen.“