Orpheus und Eurydike im Bode-Museum
„Orpheus und Eurydike“ ist Joseph Haydns letzte Oper und gilt als sein bedeutendstes Musiktheaterwerk. Es behandelt die vielleicht tragischste Liebesgeschichte der antiken Mythologie und einen der großen Stoffe der abendländischen Kultur. Haydn zeigt das Ende einer großen Liebe in einer für sein Œuvre überraschenden Brutalität und Dramatik. Der Tod dient der Inszenierung als Ausgangspunkt und wird von dem Franzosen Manu Laude leichtfüßig und gnadenlos getanzt. Als großer Widersacher des Paares ist er ständig präsent und legt Eurydike eigenhändig die Schlange an den Hals, deren Biss sie tötet und von Orpheus trennt. Der Gesang der sterbenden Eurydike ist gewiss die große Entdeckung des Werkes, ihre Sterbearie „L’ ultimo sospir“ ein Höhepunkt des Abends.
Klassisch und modern zugleich inszeniert Dirigent und Regisseur Christoph Hagel Haydns letztes Meisterwerk. Symphonische Elemente mischen sich mit dramatischen Szenen und Arien. Preisgekrönte Sänger, zeitgenössischer Tanz und die Berliner Symphoniker lassen den Orpheus-Mythos im Sinne von Vergil und Ovid auferstehen.
Pressestimmen
Neues Deutschland
„Die Kulisse ist grandios. … Hagel, … ausgewiesener Spezialist für unkonventionelle Theaterevents … Manu Laude als imposanter Tod … Christian Schorer ist mit klassischem Vokabular ein filigraner Amor von perfekt androgyner Schönheit, … Monica Garcia Albeas Sopran überzeugt als Eurydike besonders in den Piano-Passagen, strahlend tenorales Forte weiß Alexander Gellers Orpheus einzusetzen, von edlem Fluss ist Christian von Oldenburgs Bariton im Part des Creonte.“
Berliner Morgenpost
„… die Verzweiflungsarie des Orpheus … lässt aufhorchen durch ihren Furor. Und unvergesslich schön in seiner grandiosen Schlichtheit … der Trauer-Chor ‚Ah, sposo infelice’. … Manu Laude … begeisterte durch expressives Spiel und athletische Luftnummern.“
Berliner Zeitung
„Das Auge hört mit … Schöne Oberkörper und Stimmen … eine sehr ansehnliche Produktion … Die Sänger … können großartig singen. … Oldenburgs markante Stimme … Dobisch arbeitet sich mit rasender Vehemenz durch die koloraturengespickte Arie …, Albea singt mit warmer, dunkler Stimme, ausgeglichen in allen Lagen … Alexander Geller …singt nicht nur hell und kraftvoll, … er kann auch das, … die Färbung der Stimme durch den Affekt des Textes bestimmen lassen, schön und ergreifend. Geller ist ein wahrer Orpheus, und es müsste schon mit Pluto zugehen, wenn da nicht der deutsche tenore di grazia unserer Zeit gefunden wäre. … Hagels dirigentische Leistung … macht … einen soliden Eindruck.“
Oranienburger Generalanzeiger
„… Alexander Geller bietet sowohl optisch wie stimmlich einen kraftvollen Orpheus … Monica Garcia Albea … weiß ihre Stimme … gekonnt einzusetzen. … Darlene Ann Dobisch … die mit ihrem glockenklaren Koloratur-Sopran fast die Scheiben zum bersten bringt. … wird aus dem Kunstgenuss … ein Ereignis. … Manu Laude tanzt den Tod so kraftvoll und anmutig, dass er ganz ohne Worte aber mit seinem schönen Körper spricht. Die Inszenierung spricht in jedem Fall alle Sinne an: Augen, Ohren und Herz.“
Märkische Oderzeitung
„… charismatischen Tanzartisten wie Manu Laude … intensive Opernerlebnis … stimmlich gut aufgelegten Sänger …“
zitty
„… Ohne Fehl und Tadel das junge Ensemble aus Sängern und Tänzern.“
Junge Welt
„… wird vom entfesselten Dirigierstil Hagels gefesselt. … Mit großem Genuss hört man
… die ausgezeichneten Stimmen eines hervorragenden Sängerensembles. Die Begleitung geben zuverlässig und perfekt wie immer die Berliner Symphoniker …“
Orpheus
„ … Hagel kreiert … ein Gesamtkunstwerk aus Gesang, Ausdruckstanz und Schauspiel.
PRINZ
„… moderne Musiktheaterinszenierung mit Genuss für Auge und Ohr.“